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Letztes Update
vom 13.01.2023





 

Unsere Feuerwehr – International

Anfang Oktober flatterte eine Anfrage bei der Freiwilligen Feuerwehr Buch herein:
„In zwei Wochen fährt ein Transportkonvoi für Feuerwehrgüter des Freistaates Bayern in Richtung Ukraine. Stellt Ihr uns Euren Versorger + Besatzung bereit, um den in ganz Bayern gesammelten Feuerwehrzubehör nach Polen in die Nähe der ukrainischen Grenze zu bringen?“ Die Reise solle sich über vier Tage und eine Route von ca. 5000 km Länge erstrecken.
Nachteil an der Fahrt war, dass sie genau auf das Datum unserer Jahreshauptversammlung fiel, wo es köstlichen Leberkäs gab.
Den Kraftstoff für die Unternehmung bezahlte aber zum Glück der Freistaat Bayern und für Kost und Logie sorgten unterschiedlichste Feuerwehren und Gemeinden auf der Reiseroute, was eine sehr interessante Dienstreise versprach.
So fanden sich zwei Kameraden aus der Gemeinde Inning, Florian Lishek von der Freiwilligen Feuerwehr Buch am Ammersee und Franz Strauss von der Feuerwehr Inning, die bereit waren, die Fahrt zu unternehmen.

Tag 1
Am Freitagmittag des 21.10.2022 fuhren sie mit unserem Versorger aus Buch in Richtung Unterföhring. Dort trafen sich um 13:00 Uhr 7 Versorger – LKWs und ein Wechsellader um die aus ganz Bayern gespendeten 25 Tonnen Feuerwehrgerätschaften, Schutzanzüge, Schaummittel, Schläuche und Spreizeraggregate aufzuladen. Es kamen auch der Bus der Feuerwehrschule Geretsried und ein von Marschführer Jürgen Weiß vom Landesfeuerwehrverband geführter Kommandowagen hinzu, die den Konvoi auf der Reise begleiten sollten.


Hier sind die 25 Tonnen an Feuerehrmaterialien zu sehen, die in den acht Transportfahrzeugen untergebracht werden mussten.
Als unsere Kameraden fertig aufgeladen hatten, ging es zur Feuerwehr Kirchdorf am Inn. Hier warteten bereits acht gespendete Feuerwehrfahrzeuge auf die Abfahrt am nächsten Tag.
Um 18:00 Uhr wurden die gespendeten Fahrzeuge beklebt, woraufhin es noch eine Besprechung gab. Nach einer Brotzeit ging es dann zur Schule, um dort zu übernachten.

Tag 2
Abfahrt um 3:45. Nun ging die Reise des 18 Fahrzeuge starken Konvois über Wien, Brünn, Ostrava, Katowice und Krakau nach Rzeszow. Alle 200 km wurde getankt und die Fahrer wechselten. Hierbei wurde immer ca. 100 km vor der Ankunft an der Tankstelle der Tankstellenbetreiber angerufen, um ein paar Stationen für die Feuerwehrfahrzeuge freizuhalten. So waren immer mindestens drei Zapfsäulen frei und die Fahrt konnte zügig wieder aufgenommen werden. Bei ca. 2500€ Treibstoffkosten pro Stopp auch keine schlechte Einnahme für den Betreiber.
Die Ankunft in Rzeszow erfolgte um 22:00 Uhr. Dort wurden die Versorgungsgüter abgeladen und dann gab es in der Unterkunft (einer Schule in Czarna) deftiges Tschechisches Essen.

Tag 3
Für das gespendete Material war in Rzeszow vorerst Endstation. Von dort aus wurde es mit dem Flugzeug weiter in die Ukraine transportiert.
Die gespendeten Fahrzeuge hingegen hatten um 7:00 Uhr noch 100 km vor sich. Sie wurden an der Feuerwehrschule in Nisco abgeliefert, wo die ukrainischen Feuerwehrleute in die Fahrzeugtechnik eingewiesen wurden.


Auf diesem Bild sind ein paar der gespendeten Feuerwehrfahrzeuge zu sehen.
Sie wurden in Nisco nochmals für 250 km aufgetankt, um in die Ukraine zu fahren. Manche wurden allerdings auch mit Transportflugzeugen abtransportiert.
Der Geretsrieder Bus kam um 10:00 mit den Fahrern der gespendeten Fahrzeuge zurück, woraufhin der ca. 2500 km lange Rückweg angetreten wurde.

Tag 4
Am Montag um 02:00 Uhr nachts kamen Florian und Franz wieder heim.
Trotz der Strapazen war Florian froh, an dem gut organisierten Unternehmen teilgenommen zu haben.
„Es ist schön, wenn man etwas Gutes tun kann und weiß, dass die gespendeten Fahrzeuge im Kriegsgebiet einen guten Dienst leisten werden.“
Trotz der Freude über die gute Tat, zeigten sich aber auch Sorgen bei ihm:
„Man weiß eben nicht, was mit den Fahrzeugen und ihrer Besatzung passiert und was auf sie zukommt, hofft aber natürlich nur das Beste für sie.“



Diese Feuerwehr-LKWs gehören zum dritten, 18 Fahrzeuge starken Transportkonvoi aus Bayern, der Feuerwehrgüter in die Ukraine brachte.
Am Konvoi davor waren 39 Feuerwehrfahrzeuge beteiligt.
Laut dem Organisationsteam werden zudem noch weitere Versorgungsfahrten stattfinden.